Wulkaprodersdorf (ungarisch: ''Vulkapordány'', kroatisch: ''Vulkaprodrštof'') ist eine
Marktgemeinde im
Burgenland im
Bezirk Eisenstadt-Umgebung in
Österreich und zählt zum Siedlungsgebiet der burgenlandkroatischen Volksgruppe.
Geografie
Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland nahe der Landeshauptstadt
Eisenstadt. Wulkaprodersdorf ist der einzige Ort in der Gemeinde.Wukaprodersdorf liegt in der
Wulkaebene, die im Norden vom
Leithagebirge, im Westen vom
Rosaliengebirge und im Osten vom
Ödenburger Gebirge begrenzt wird.Auf den Rieden des Fölligs, der unteren Weide und des Sandackers wachsen auch ausgezeichnete Weine.
Geschichte
Wulkaprodersdorf wurde erstmals im Jahre 1252 urkundlich erwähnt. Während und nach den Türkenkriegen wurde es vor allem durch kroatische Auswanderer wieder besiedelt. Dies merkt man heute noch an der Sprache. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der
Magyarisierungspolitik der Regierung in
Budapest der ungarische Ortsname Vulkapordány verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch
Geschichte des Burgenlandes).Marktgemeinde ist Wulkaprodersdorf seit 1992 (durch VO 48).
Politik
Bürgermeister ist Hans Rudolf Haller von der SPÖ. Die Mandatsverteilung (21 Sitze) in der Gemeindevertretung ist
SPÖ 11,
ÖVP 6,
FPÖ 0, Grüne 0 und Unabhängige Dorfliste Wulkaprodersdorf (UDW) 4 Mandate.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
In Wulkaprodersdorf befindet eine Pfarrkirche aus der Zeit des frühen
Barock, die 1642 geweiht wurde. Deren Turm wurde 1801 erbaut. Weitere Sakralbauten im Ort sind die Marienkapelle (errichtet 1779) und die Cholerakapelle (errichtet 1831). Die Dreifaltigkeitssäule stammt aus dem Jahr 1725.
Persönlichkeiten
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Ägidius Zsifkovics, österreichischer katholischer Theologe